„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“

 fosAbschluss2016

ABSCHLUSS Berufliche Schule Büdingen verabschiedet Abgänger der Fachoberschule und der kaufmännischen Bereiche

„Die Prüfungen sind bestanden. Das ist eine Superleistung, die es angemessen zu würdigen gilt“, sagte Schulleiter Joachim Vogt bei der feierlichen Verabschiedung der Abgänger der FOS am Freitagabend in der Limeshalle in Himbach. Bereits am Vormittag hatte der stellvertretende Schulleiter Alexander Popplow die Abgänger der berufsbildenden und kaufmännischen Jahrgänge bei der Zeugnisübergabe im Foyer der Beruflichen Schule Büdingen (BSB) verabschiedet.Rund 70 Schüler der FOS, die in diesem Jahr alle den Schwerpunkt bei Wirtschaft und Verwaltung gesetzt hatten, konnte Vogt in der Limeshalle verabschieden. Viele von ihnen hätten „ordentliche Leistungen“ erzielt, die Klassenbesten stellte Vogt heraus: „Mit einem Notenschnitt von 1,0 hat Rebekka Mohn es in der zweijährigen B-Form geschafft, sie ist Klassenbeste in der 12 FOS-1 und mit Abstand zugleich Jahrgangsbeste.“ Die besten Leistungen in der 12 FOS-2 haben Katharina Ladner und Tim Lucas Lindt mit einem Notenschnitt von jeweils 1,6 erzielt. Mit der Note 1,2 erlangte Charleen Benna die Fachhochschulreife und ist damit Klassenbeste der 12 FOS-3. In der 12 FOS-4 schloss Sara Peppel mit einem Notenschnitt von 1,3 ab. Mit der Fachhochschulreife steht den jungen Menschen jetzt der Zugang zu einem Studium – zunächst im Bachelor-Bereich – offen. Die Fachhochschulreife – der zweithöchste Schulabschluss in Deutschland – kann mithilfe des Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (DQR) in acht Niveaustufen eingeordnet werden. Die Abgänger stehen mit ihrem Abschluss auf Stufe fünf bis sechs am Übergang zum oberen Drittel. Stufe acht entspricht der Promotion beziehungsweise Habilitation, also einem Doktortitel oder einer Professur. In seiner Rede entwickelte Vogt eine Zukunftsvision der „Industrie 4.0“. Eine beginnende vierte industrielle Revolution, deren zentrales Element die Vernetzung der cyber-physischen Systeme (CPS) sei. Dort könnte sich zukünftig ein Produktionsauftrag vom Kunden bis zur Wertschöpfungskette selbstständig steuern. Doch nicht nur die Industrie 4.0, sondern auch die demografische Entwicklung werde die Zukunftsperspektiven beeinflussen. „Die Jungen werden tendenziell weniger, daher werdet ihr mehr denn je gebraucht. Eure Qualifikationen und Fähigkeiten sind gefordert“, gab Vogt den Abgängern mit auf den Weg. Neben den Klassenlehrern Frank Stracke (12 FOS-1), Simone Langlitz (12 FOS-2), Roland Engel (12 FOS-3) und Peter Müller (12 FOS-4), richtete auch Bürgermeister Erich Spamer Grußworte an die Abgänger und deren Familien. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Chor „Vocaladies“ aus Wolf, deren Mitglied Jacqueline Sophie Weisel ebenfalls einen Abschluss gemacht hat. Einen ganzen Vormittag nahm die Verabschiedung der Berufsbildungsjahrgänge und kaufmännischen Klassen im Foyer der BSB in Anspruch. Verabschiedet wurden die Klasse des Berufsgrundbildungsjahrs unter Klassenlehrer Joachim Weis, die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung mit Klassenlehrerin Felicitas Kraft, die Klasse der Berufsfachschule von Heiko Engelhard, der Höheren Handelsschule von Beritt Engelhardt und die der staatlich geprüften Assistenten für das Fremdsprachensekretariat von Christina Voßmann. Die Industrie-, Büro-, Großhandels- und Einzelhandelskaufleute wurden von ihren Lehrern Nicole Thorwartl-Loos, Torsten Lenz, Uta Wege-Hohenstein, Katja Fend und Cathrin Hampl verabschiedet. „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“: Der stellvertretende Schulleiter Alexander Popplow verglich den weiteren Weg der Schulabgänger mit der Fußball-Europameisterschaft. Aber wie im Fußball sei auch im Berufsleben die Konkurrenz groß und mancher wünsche sich ein Wundermittel, um ohne größeren Anstrengungen an allen Anderen vorbeizuziehen. „Das Wundermittel gibt es, es steckt in Euch“, sagte Popplow. Der Schriftsteller Ernest Hemingway habe es so ausgedrückt: „Niemand weiß, was in ihm steckt, solange er nicht versucht hat, es herauszuholen.“

Kreisanzeiger, 12.07.2016

 

 

Ausbildungsmöglichkeiten aufgezeigt

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Die Berufliche Schule Büdingen stellt sich auf der Berufemesse in Gedern vor
Am Dienstag, den 28. Juni 2016 hat sich eine bunte Delegation der Beruflichen Schule Büdingen mit einem Informationsstand auf der Berufemesse in Gedern präsentiert. Die Messe fand an der Gesamtschule Gedern zum ersten Mal statt. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern der abgehenden Klassen (Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialzweig) Ausbildungswege aufzuzeigen. Namhafte Betriebe, meist aus dem unmittelbaren Umkreis von Gedern, waren vertreten. Die Berufliche Schule stellte hier ihre Ausbildungsberufe vor allem aus dem handwerklichem Bereich vor, da hier aufgrund demografischer Entwicklungen, aber auch , weil diese Berufe für die jungen Menschen leider immer unattraktiver werden. Hierzu gehörten die Fachbereiche Holz, Körperpflege, Ernährung und der Einzelhandel. Um den Gedernern Schülerinnen und Schülern die Hemmschwelle zu nehmen, waren auch Auszubildende der BSB vor Ort. Der Kontakt zu jungen Menschen fällt hier leichter und man konnte hier vielleicht auch die eine oder andere Frage stellen, die man einem Lehrer nicht gestellt hätte. Alle Beteiligten zogen eine positive Bilanz des Tages und freuen sich auf einen Besuch im nächsten Jahr! 

Berufliche Schule Büdingen, 08.07.2016

 

 

Eine Englischstunde der besonderen Art

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Eine Englischstunde der besonderen Art erlebten die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule am 11. März 2016. Statt wie üblich im Klassenzimmer Vokabeln und unregelmäßige Verben zu pauken, stand ein Besuch im English Theatre Frankfurt auf dem Stundenplan. Gut gelaunt und ein bisschen aufgeregt machten sich die 27 Schülerinnen und Schüler mit ihren Englischlehrerinnen Beritt Engelhard-Ulrich und Simone Langlitz auf den Weg nach Frankfurt, um dort das Stück „The Witches“ von Roald Dahl zu sehen. Das Stück des britischen Meisters der Schauerliteratur, das 1990 unter dem Titel „Hexen hexen“ verfilmt wurde, handelt von einem Jungen, der gemeinsam mit seiner Großmutter den Kampf gegen Hexen aufnimmt, die alle Kinder Englands mit Hilfe von Zaubersaft in Mäuse verwandeln wollen. Auch wenn das Stück einige unbekannte Wörter enthielt, konnte die spannende, teilweise auch humorvoll dargestellte Handlung gut verfolgt werden. Im Anschluss an die Vorführung stellten sich die Schauspieler den – natürlich auf Englisch vorgetragenen – Fragen des Publikums, so dass hier einmal mehr die eigenen Englischkenntnisse getestet werden konnten. 

Berufliche Schule Büdingen, 23.05.2016

Girls Day an der Beruflichen Schule in Büdingen

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Am Donnerstag dem 28.04.2016 wunderten sich die erwachsenen Schülerinnen und Schüler der BS Büdingen schon ein wenig! Drei Mädchen der fünften Klasse von der Karl-Weigand Schule aus Florstadt verbrachten ihren Girls Day in der Holzabteilung in Büdingen. Sie wurden von der Klasse des Berufsgrundbildungsjahres Holztechnik und deren Klassenlehrer Joachim Weis in den üblichen Schulablauf eingebunden. Da an diesem Tag in den Werkstätten viel an Maschinen sowie auch in der Praxis gearbeitet wurde, konnten sich die Gäste ein Bild über die Ausbildung eines Tischlers machen.Stefanie Pohl und Patrick Morton zeigten den Schülerinnen Techniken in der Holzverarbeitung und den Umgang mit Werkzeugen. Am Ende des Tages konnten sie voller Stolz ein selbst hergestelltes Produkt aus Holz mit nach Hause nehmen. „Uns hat es echt Spaß gemacht und wir wollen nächstes Jahr wiederkommen“, so die Girls. Für Joachim Weis war der Tag eine gute Möglichkeit, Mädchen für eine handwerkliche Ausbildung zu begeistern. Und das ist uns wirklich sehr gut gelungen.

Joachim Weis, Lehrer an der Beruflichen Schule Büdingen, 10.05.2016